Reiterhof Schober Kinderland Bayern

Testfamilie Weigert auf dem Reiterhof Schober

1. Tag - Anreise
Nach einer Fahrt ohne Stau kamen wir gegen 13.00 Uhr auf dem Reiterhof „Schober“ an. Wir, das sind Lilly; Nadine (Zwillinge im Alter von 5 Jahren), Annabell (7 Jahre) und Mutti Ulrike. Der Reiterhof ist ganz einfach zu finden: Autobahn Regensburg/ Passau, Abfahrt Bogen, dann Richtung St. Englmar. Nach sieben Kilometern ist schon Neukirchen in Sicht. Der Reiterhof „Schober“ ist gut ausgeschildert. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass Parkplätze leider Mangelware sind. Es ist An- und Abreisetag und es gefiel allen so gut, dass jeder die Zeit auf dem Reiterhof voll ausschöpfen wollte, erklärte uns später Frau Schober.
Frau Schober, welche sich als Ulli vorstellte (welch ein Zufall – mein Spitzname ist auch Ulli!) nahm uns persönlich in Empfang und zeigte uns unser Appartement. Sie nahm auch gleich die Kinder mit, um ihnen den Stall und den Hof zu zeigen. Ich konnte somit in Ruhe unser kleines Reich für eine Woche inspizieren und alle Sachen auspacken.
Unser Appartement besteht aus einer Wohnküche mit Kaminofen (super), ein großes Bad mit Dusche, wo bequem ein Wickeltisch reinpasst, den ich Gott sei Dank nicht mehr brauche, sowie zwei Schlafzimmer. Alles ist in sehr sauberen und gepflegtem Zustand. In dieser Wohnung könnten bequem
6 Personen (inklusive Baby) Urlaub machen. Weiterhin waren reichlich Handtücher vorhanden, ein Staubsauger zum Schmutz entfernen, der ja auf einem Reiterhof und bei Kindern ständig da ist und ein Wäscheständer, um auch mal Sachen zum Trocknen aufzuhängen.

Mittlerweile waren meine Kinder wieder da, die ganz aufgeregt alle etwas zu erzählen hatten. Da gab es Meerschweinchen, Kaninchen und natürlich jede Menge Pferde. Am liebsten wollten sie mir gleich alles zeigen, aber erst war einmal eine Stärkung notwendig. Danach war kein Halten mehr.

Die Mädels zeigten mir den Stall und zwei Ziegenböcke warteten auch schon. Allerdings musste man um zum Stall zu gelangen, erst einmal eine kleine Straße überqueren. Ob das so günstig ist?! Ich hatte erst einmal so meine Bedenken, ob man die Mädels ohne Aufsicht einfach so zum Stall schicken kann. Verkehrs-technisch wurde aber schon eine dreißiger Zone eingerichtet. Aber wenn man sich die Geschichte von der Entstehung des Reiterhofes anschaut, wie sich die Eltern das Hobby zum Beruf gemacht haben, wurde alles von der Familie Schober gut gelöst.

In der Reithalle war Chef Alex Schober gerade dabei den Ferienkindern (Reiterferien) Reitunterricht zu geben. Meine drei Mädels konnten sich nicht satt sehen. Nach Beendigung des Unterrichtes begrüßte uns Alex Schober und fragte, ob die Kinder nicht Lust hätten, Ponys zu putzen. Na das war eine Frage? Wer lässt sich sowas denn zweimal sagen! Lilly, Nadine und Annabell putzten, putzten und putzten. Zur Belohnung durften sie auf den Pony s spazierenreiten. Annabell hatte Max, Lilly Lucky und
Nadine durfte auf Flocke reiten. Flocke hatte wahrscheinlich keine Lust mehr, denn er trottete immer hinter den anderen her. Die Mädchen, die Reiterferien machten, liefen mit uns eine halbe Stunde am Perlbach entlang. Meine Kinder durften reiten und ich musste laufen. Na Klasse. Mal sehen, wie das morgen so weitergeht.

Nach unserer Rückkehr gab es Abendbrot: Nudeln mit Gulasch. Ich fand es sehr gut, dass die Kinder kleine Portionen bekommen haben, so hat wenigstens jeder sein Abendbrot geschafft. Wer noch mehr Hunger hatte, konnte jederzeit nachholen. Uns hat es allen prima geschmeckt. Als Nachtisch gab es
Quark mit frischen Früchten – das war lecker. Das Essen wurde in der Gaststube eingenommen, ca. 15 m von unserer Unterkunft entfernt. In der Gaststube hatten die Familien und die Kinder, die dort ihre
Reiterferien verbringen, einen kleinen eigenen Bereich. Das ist eine gute Idee.
Im Vorraum von der Gaststube war eine Infotafel, an der die Reitpläne für den nächsten Tag und die Vorhaben für die ganze Woche ersichtlich waren, so war jeder bestens informiert. Bei Planänderungen
wurden natürlich aller persönlich informiert.
Nach dem Abendbrot zogen wir uns dann in unsere gemütliche Ferienbehausung zurück und erwärmten uns am Kamin (war sehr frauenfreundlich zu bedienen). Das Feuerholz war fast alle, aber da wurde auch prompt Abhilfe geschaffen. Vielen Dank. Nach einigen kleinen Spielen und einer Gute-Nacht-Geschichte fielen die Mädels sofort ins Bett. Natürlich wurde noch über Pferde, Pferde, Pferde getuschelt und bestimmt auch von
der ersten Reitstunde geträumt.

Jetzt konnte ich es mir am Feuer gemütlich machen, das umfangreiche Informationsmaterial über
Ausflugsziele usw. durchschauen – so müssen Ferien sein.

2. Tag - Der Osterhase kommt
Nach einem reichhaltigen Frühstück sollte uns um 10.00 Uhr der Traktor abholen. Es sollte auf Ostereiersuche gehen. Aber es regnete und regnete, worüber die Kinder sehr traurig waren. Da kam auch schon Alex und erklärte den Kindern, dass der Osterhase abends in den Stall kommt.

Also beschlossen wir, erst einmal dem Stall einen kurzen Besuch abzustatten. Die Ferienmädchen waren gerade beim Üben. Wir vereinbarten, dass Annabell, Lilly und Nadine 11.30 Uhr Pferde putzen
und danach einen Ausritt machen können. In der Zwischenzeit testeten meine Mädchen die Spielscheune. Das war eine gute Alternative bei diesem Wetter. Ich konnte sie beobachten und dabei in unserer Wohnung das Mittagessen vorkochen, da die Mädels übern Mittag reiten waren. Nachher konnten wir das Essen problemlos in der Mikrowelle wieder warmmachen.

Das Putzen der Pferde und der Ausritt (in einer Regenpause) hat den Kindern gefallen. Ich durfte Max mit ausführen. Wir waren ca. eine halbe Stunde unterwegs. Begleitet haben uns dabei noch zwei Mädchen, die Reiterferien machten. Diese Mädchen waren meistensmit dabei. Ich fand es klasse, dass sich die Kinder jederzeit ein Pony aus dem Stall hätten nehmen können (in Begleitung eines Erwachsenen oder eines „erfahrenen Reiters“) um mit diesen einen Spaziergang in die Umgebung zu machen. Ich muss dazu sagen, dass meine Kinder vorher keinen Reitunterricht hatten, sondern nur mal zum Spaß auf einem Pferd saßen.

Nach einer Mittagsstunde und einem ruhigen Nachmittag machte uns Alex auf einen wunderschönen Regenbogen aufmerksam. Später holte er uns ab, denn der Osterhase war auf dem Weg. Alle Kinder
warteten schon gespannt: die Mädchen, die Reiturlaub machten, die anderen Ferienkinder und auch die Kinder der Familie Schober. Die Kleineren nahmen den Osterhasen an die Hand und gingen gespannt in den Stall. Sie bekamen einen kleinen Vorsprung vor den Größeren. Jeder fand ein Osternest. Nadine hat ein goldenes Osterei gefunden und durfte in der Sattelkammer das goldene Osterei gegen ein „größeres“ Geschenk (Süßigkeit) eintauschen. Sie war ganz schön stolz.
Dann war aber auch schon wieder Zeit um ins Bett zu gehen. Alle freuten sich auf den nächsten Morgen, da um 10.30 Uhr eine geführte Wanderung mit den Ponys und Ulli stattfinden sollte. Abends war für die anderen Gäste noch ein Fußballspiel in der Reithalle angesetzt, da schlummerten aber schon meine Kinder. ...

3. Tag - Ausritt/ Indoor - Spielplatz
Nach einem wieder sehr leckerem Frühstück war erst einmal Pony putzen angesagt. Annabell, Lilly und Nadine sind mittlerweile schon etwas faul geworden, denn Reiten ist schon spannender. Aber, was sein muss, muss sein. Als sie auf den Ponys saßen waren sie natürlich schon wieder Feuer und Flamme. Eine Stunde ging es am Perlfluss entlang. Wir hatten mit dem Wetter Glück, es regnete nicht. Ich durfte Max führen auf dem es sich Annabell bequem gemacht hatte. Das hat prima geklappt. Die
Ponys sind sehr kinderlieb und schon an ungeübte Reiter gewöhnt. Als wir gegen 12.00 Uhr wieder auf dem Schoberhof ankamen, waren die Kinder glücklich und die Eltern geschafft.

Wir mussten uns mit dem Mittagessen beeilen, da wir um 13.00 Uhr für den Longenunterricht eingeteilt waren. Die Uhrzeit ist für Kinder, die eigentlich meistens noch Mittagsschlaf halten oder zumindest so tun als ob, nicht gerade so günstig, aber es sind ja Ferien und Lilly und Nadine waren froh drüber.

Nach dem Longenunterricht und einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns auf den Weg nach St. Englmar. Da meine Eltern schon einmal Urlaub im Aparthotel „Predigtstuhl“ gemacht haben, wussten wir, dass sich dort ein große Indoor-Spielplatz („Family World“) befindet, der auch als Nicht-Hotelgast genutzt werden kann. Bei unserem heutigen Wetter – einmal Regen und einmal Sonnenschein – war das die richtige Entscheidung.

Die Eintrittspreise betrugen für Kinder und Erwachsene je 3 Euro. Dafür konnte man die Halle den ganzen Tag nutzen. Es wurde leider kein Unterschied gemacht, ob man einen ganzen Tag oder wie wir, nur 2 Stunden dort waren.

In der Halle konnte fast alles kostenlos genutzt werden, was die Mädels natürlich freute und intensiv nutzten. Lediglich für die Nutzung eines kleinen Kinderkarrussels musste man 5 Cent pro Fahrt bezahlen. – Das war schon in Ordnung. Man war auch nicht verpflichtet Essen und Trinken zu kaufen, sondern konnte seine eigene Verpflegung mitbringen. Das ist auch nicht überall üblich.

Es wird an jedes Alter gedacht, ob groß oder klein. Am meisten Spaß hat es allen auf der Riesenrutsche
gemacht. Zum krönenden Abschluss sind wir alle vier mit Teppichen runtergesaust, was allen super gefallen hat.

Gegen 21.30 Uhr war ein Osterfeuer geplant. Am Tag hatte es allerdings ganz schön geregnet. Nach Rücksprache mit dem Personal wurde extra für die Kleinen das Feuer doch noch etwas eher angezündet, was aber keinen rechten Zuspruch fand, da alles ziemlich nass war. Das war sehr schade.

Nacher plumpsten wieder einmal alle ganz glücklich, geschafft und zufrieden ins Bett.

4. Tag - Ausflug nach Neukirchen und zum Märchenschloss
9.30 Uhr war wieder eine Kinderveranstaltung auf dem Reiterhof – basteln im Spielzimmer (für Kinder bis 8 Jahren immer nutzbar). Da meine Mädels immer für so etwas zu haben sind, war das natürlich ein Pflichttermin.
Danach nutzen wir das schöne Wetter um Neukirchen etwas näher kennen zu lernen. In der Tourist-Info fanden wir ein Prospekt über das Gespenster- und Märchenschloss Lambach bei Lam. Daraus erfuhren wir, dass auf Anfrage Märchenstunden und Puppentheater aufgeführt werden. Nach unserer Rückkehr rief ich dort an und die nette Dame teilten uns mit, dass heute, 16.00 Uhr, die vorerst letzte Vorstellung stattfindet (nächste wieder im Juni). Da mussten wir natürlich auch noch hin.

Erst einmal hatte Annabell 13.00 Uhr noch eine Longierstunde auf ihrem Pferd. Die Zwillinge sollten auf Anraten von den Reitlehrerinnen Andrea und Elke daran nicht so oft teilnehmen, da sie erst fünf Jahre alt sind und es noch nicht so gut für die kleinen Hüften sind (auch die Chefin
Ulrike erklärte mir dies später noch einmal). Ich fand das ganz prima, dass auf die Gesundheit der Kinder Wert gelegt wird und nicht auf das „Abkassieren“, denn jede extra Reitstunde muss auch bezahlt werden. Dem Hufschmied konnten wir danach auch noch über die Schulter schauen.

14.00 Uhr machten wir uns auf den Weg ins Märchenschloss. Die Fahrt durch den schönen Bayerischen Wald dauerte ca. 1 Stunde. Ein Temperaturunterschied von 9 Grad lag zwischen Abfahrt und Ankunft, die wärmenden Jacken aber in unserer Unterkunft!

Zuerst besichtigten wir das Schloss. Die Villa wurde 1987 von dem künstlerisch veranlagten Landwirt Fritz Schleyerbach übernommen, der daraus ein „Märchen- und Gespensterschoss“ gestaltete. Er modellierte aus Ton die Köpfe der lebensgroßen Figuren, bastelte aus Draht und Holz die Körper und schneiderte mit seiner Frau die Kleider. Das Resultat sind 20 Zimmer mit jeweils einer Märchenszene. Für die Toiletten bemalte er 5.000 (!) Fliesen mit Hexen, Meerjungfrauen, Einhorn und vielem anderen. Sehr beachtenswert! Man wusste gar nicht, was man als erstes besichtigen sollte.
16.00 Uhr begann die Märchenstunde. Die Märchenerzählerin versammelte alle Kinder in einen großen Kreis und es wurde erst einmal ein Lied zur Einstimmung gesungen. Mit einer kleinen Feder und etwas Phantasie zog sie alle Kinder in ihren Bann. Die Märchenerzählerin verstand es wunderbar, alle in das Märchen der sieben Raben hineinzuversetzen.

Nach der Erzählung konnten alle Kinder mit ihr eine Rabenmaske basteln. Das Bastelmaterial wurde
kostenlos zur Verfügung gestellt. – Das war ein sehr toller Nachmittag. Das „Märchen- und Gespensterschloss“ kann ich allen nur wärmstens empfehlen, eine Veranstaltung mit der Märchenerzählerin ist dabei ein Muss.

5. Tag - Ausflug zum Bayernpark/ Sommerrodelbahn
Nach dem Frühstück hatte ich dieses Mal frei. Meine Drei sind in Begleitung der Reiterkindern mit den Ponys unterwegs. Das war auch nicht schlecht. Ich nutzte die Zeit, um in Hunderdorf einige Besorgungen zu erledigen, ohne Kinder auch mal sehr entspannend.

Vormittags machten wir uns auf den Weg in den Bayernpark nach Reisbach. Die Eintrittspreise waren zuerst einmal heftig: 42,20 Euro. Für eine allein Erziehende mit drei Kindern ganz schön happig. Trost: Parkplätze umsonst und man konnte alle Attraktionen kostenlos nutzen, Ausnahme: Sommerrodelbahn. Der Park ist sehr übersichtlich gestaltet. Für meine Kinder, im Alter zwischen 5 und 7, genau richtig. Fünf Stunden verbrachten wir in dem Freizeitpark und probierten natürlich alles aus.

Der Besucherandrang hielt sich trotz Osterferien in Grenzen, was uns natürlich entgegenkam. Auch das Wetter ließ uns nicht im Stich. Sogar in die Achterbahn trauten sich meine Kinder. Ich war die Erste, die dann streikte. Kettenkarrusell, Eselbahn, Trampolin – alles wurde bis zum Umfallen getestet.

Die Bedienung war sehr nett, die sanitären Anlagen sauber und die Verpflegungspreise im Park hielten
sich in Grenzen. Alles in allem sehr empfehlenswert. Man sollte sich für den Preis vielleicht einen ganzen Tag für den Besuch freihalten, obwohl meine Kinder nach 5 Stunden ziemlich erledigt waren.

Gegen 18.15 Uhr kamen wir wieder auf dem Reiterhof an. Familie Schober hatte für 18.00 Uhr eine Fahrt zur Sommerrodelbahn nach St. Englmar geplant. Nach diesem anstrengenden Tag wollten wir eigentlich nicht mehr daran teilnehmen. Alex rief uns beim Abendessen an und fragte ob wir nicht doch noch nachkommen wollten, da eine Rückfahrt für die Kinder mit dem Traktor geplant war. Da wurden natürlich noch einmal alle Reserven mobilisiert und wir machten uns auf den Weg nach St. Engelmar. Diesmal vergaßen wir die warmen Jacken nicht, es wurde schon wieder kühler und die Mädels wollten mit dem Traktor nach Hause.

Extra für uns wurden noch ein paar Bobs auf der Sommerrodelbahn rausgeholt so dass wir noch eine letzte Fahrt machen konnten. Vielen Dank noch einmal!

Wir sausten einmal runter und dann ging es für die Kinder mit dem Traktor ab nach Hause. Auf dem Hof angekommen, durften meine Mädels und Sabrina, welche sich mit meinen Kindern angefreundet hatte, vorn im Traktor mit in die Garage fahren. Das erlebt man ja nicht alle Tage! Nachher verspeisten sie noch ihren Nachtisch vom Abendbrot, die frische Luft macht ja auch noch hungrig.

6. Tag - Ausritt und Voltigierstunde
Nach dem Frühstück haben Lilly, Nadine und Annabell mit ihrer Urlaubsfreundin Sabrina draußen gemalt und gespielt. Die Mädchen haben sich gut verstanden. 10.30 Uhr stand eine Wanderung mit den Ponys und der Chefin Ulrike auf dem Plan. Ulrike hatte sich wieder eine schöne Wanderung (ca. 1½ Stunden) durch die Berge ausgesucht, auf der man die schöne Landschaft genießen konnte. Der Vorteil solch einer Wanderung ist, dass die Kinder ja nicht laufen müssen und so immer begeistert
waren, wenn es hieß, wir unternehmen einen Ausflug mir den Ponys. Der Nachteil war natürlich, ich musste laufen..... (was mir aber auch gut bekam).

Nach der Rückkehr gab es Mittag. Da die Zeit knapp war entschlossen wir uns gleich in der Gaststätte zu essen. Wir bestellten einfach 2 normale Portionen mit 4 Tellern, so wurden wir alle satt. Ganz prima fanden wir auch den Hinweis, dass man sich ja eine ganze Flasche zu trinken bestellen kann, statt einem Glas, so kommt man im Preis günstiger. Man konnte die Flasche in der Gaststätte (auf unserem
Platz) stehen lassen oder mit auf das Zimmer nehmen, was auch nicht überall selbstverständlich ist. Das gleiche trifft auch für das Essen zu, wenn man z. B. das Abendbrot nicht geschafft hat, konnte man das restliche Essen mit auf das Zimmer nehmen. Es wurde wirklich sehr viel möglich gemacht, denn Kinder haben ja manchmal doch nicht immer den großen Hunger – sehr kinderfreundlich. Hier auch mal ein großes Lob an die Küche, dass Essen war jeden Tag reichlich, frisch zubereitet und sehr schmackhaft. Am Vortag konnte man für alle aus verschiedenen Menüs wählen. Vielen Dank dafür, auch für die nette Bedienung.

14.00 Uhr ging es endlich mit dem Voltigieren los. Die Kinder können auf dem Pferd Turnübungen machen und bekommen damit ein besseres Gefühl für das Pferd. Diese Übungen sind auch für das Gleichgewicht sehr von Vorteil.

Erst einmal setzten sich die Kinder auf das Pferd, dann sollten sie sich umdrehen und danach rutschten sie auf dem Pferdehintern herunter, was natürlich sehr lustig war. Die Kinder konnten sich auf dem Pferderücken hinlegen und hinknien, was nicht so einfach war, aber meine Mädels hatten großen Spaß. Nadine durfte sich zum Schluss noch auf das Pferd stellen, was für sie das Allergrößte war. Dabei wurden die Kinder immer von den Reitermädchen unterstützt und, wenn nötig, festgehalten. Es konnte nichts passieren. Das Voltigieren können sogar schon Kinder mit drei Jahren mitmachen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir gemeinsam mit der Familie von Sabrina noch einmal auf die Sommerrodelbahn nach Sankt Engelmar gefahren. Jeder durfte zweimal fahren. Preise für die Erwachsenen für 6 Fahrten: 11,00 Euro, Kinder für 6 Fahrten: 8,00 Euro. Bei der Sommerrodelbahn findet man auch viele andere Spielmöglichkeiten, z. B. Hüpfburg, Klettermöglichkeiten, ein
Wanderweg mit Streichelzoo und ein Wasserspielplatz, den meine Kinder sehr anziehend fanden. Leider hatte ich auch hier nicht an die richtige Bekleidung gedacht (Gummistiefel, etc.). Der Papa von Sabrina ist dann nochmal mit meinen Mädels gefahren, denn sechs Runden auf der Sommerrodelbahn sind doch schon ganz schön anstrengend. Für den Wanderweg mit Streichelzoo hatten wir dann aber keine Zeit mehr – ist aber bestimmt empfehlenswert.

So ging dann allmählich wieder ein schöner Urlaubstag zu Ende.

7. Tag - Ausflug zum Bergwerk in Bodenmais
Bei herrlichstem Sonnenschein haben wir noch einmal mit den Reitermädels einen Spaziergang durch die schöne Umgebung am Perlbach mit den Ponys gemacht. Die Mädchen haben dann zwischendurch mal einen „Gang schneller“ eingelegt. Ich hatte dann schon etwas Angst, dass irgendeine gerade noch am letzten Tag runterfällt, aber es ist nichts passiert. Man konnte eben doch Vertrauen haben.

Nach dem Mittagessen durften Lilly, Nadine und Annabell 13.00 Uhr das letzte Mal an die Longe, was dann schon ganz „professionell“ aussah. Die letzten fünf Minuten durften sie dann zur absoluten Krönung ganz ohne Longe reiten. Das war natürlich das I-Tüpfelchen, denn danach mussten sie sich
schweren Herzens von den Pferden trennen. Der ganze Umgang zwischen Reitlehrerinnen und Kinder war herzlich und an Spaß hat es nie gefehlt.

Lilly hatte zum Schluss versucht, in die Mitte des Platzes zu gelangen, was ihr aber nicht gelang, da bereits drei Pferde vor ihr standen. So hatte sie leider keinen „Parkplatz“ mehr gefunden - kommentierte Andrea die Situation.

Gleich nach dem Reiten setzten wir uns noch einmal ins Auto, um nach Bodenmais ins Bergwerk zu fahren. Ca. 45 Minuten beträgt die Fahrtzeit. Die letzte Führung begann 16.00 Uhr und die wollten wir nicht verpassen. Vom Parkplatz, welcher kostenlos war, fuhren wir mit der Seilbahn zur Mittelstation, wo der Eingang zum Bergwerk ist (Preise für Seilbahn Erwachsene: 4,50 Euro und Kinder: 3,00 Euro jeweils für eine Berg-/Talfahrt). Die Angestellten der Seilbahn waren sehr nett und halfen meinen Mädels beim Ein- und Aussteigen, denn zwei mussten ja ganz allein fahren, da es nur eine Zwei-Sitzer-Seilbahn war.

Bei der Mittelstation angekommen, haben wir uns erst noch einmal gestärkt. Den Ausblick auf die Berge konnte man sehr genießen und man kann den Ausflug nach Bodenmais nur empfehlen.

Rechtzeitig zur Führung fanden wir uns am Bergwerk ein. Jeder bekam noch einen Mantel und die Erwachsenen einen Helm. Dann ging es los. Im Bergwerk konnte man die ganzen mittelalterlichen Geräte anschauen. Sie wurden sogar vorgeführt, so dass man sich vorstellen konnte wie schwer die Arbeit der Bergleute zu dieser Zeit war. Sogar ein Presslufthammer wurde in Betrieb genommen (da mussten sich die Kinder aber erst einmal die Ohren zuhalten – wir Erwachsenen schlossen uns dann freiwillig an, das war eine gute Entscheidung). Es ist schon erstaunlich, wie das die Männer Tag für Tag 8 Stunden ausgehalten hatten. Der Bergwerkführer erklärte uns alles sehr genau und nahm sich
auch für alle Fragen viel Zeit. Nach der Rundgangbeendigung konnte man gegen ein „geringes“ Entgeld (5 Euro – das Geld wird man leider überall los) ein Erinnerungsfoto erwerben, welches natürlich nicht fehlen durfte.
Danach wurden wir bereits aufgerufen, denn die letzte Bahnabfahrt sollte losgehen. Als wir unten ankamen, wurde die Bahn ausgeschalten – finito für Heute.

8. Tag – Abreise
Heute müssen wir leider schon nach Hause fahren. Schweren Herzens packten wir die Koffer. Die Mädchen haben noch einmal Abschied von den Tieren im Stall genommen. So schnell ging es dann aber doch nicht nach Hause. Da musste noch Löwenzahn für die Meerschweinchen gesammelt werden und mit Sabrina wollten die Kinder in der Spielscheune auch noch einmal spielen ...

In Gesprächen mit der Familie Schober stellte ich fest, dass sie an den Meinungen der Gäste sehr interessiert sind um ihre Angebote immer weiter zu verbessern, Neues einzubringen oder Sachen zu ändern, die vielleicht noch nicht hundertprozentig sind. Sie machen sich sehr viele Gedanken, so dass sich jeder Urlauber bei ihnen wohl fühlt und es allen gut geht.

Es spricht auch für Familie Schober, dass sie sehr viele Stammkunden haben, die immer gern wiederkommen um ihrem Hobby nachzugehen oder sich nur zu erholen. Teilweise wird schon ein Jahr
voraus gebucht. Jeder fühlt sich bei ihnen gut aufgehoben und sehr gut umsorgt.

Wir, Lilly, Nadine, Annabell und Ulrike, möchten uns ganz herzlich bei Familie Schober und allen guten Geistern, die uns die Woche verwöhnten, bedanken. Dank auch dafür, dass wir bei Ihnen so einen angenehmen, erlebnisreichen und erholsamen Urlaub verbringen durften. Wir waren schon ein paar Mal in Bayern im Urlaub, aber so eine Art Urlaub hatten wir noch nie.
Schade, dass nur Fünf Bärchen für Kinderfreundlichkeit vergeben werden können – ihr habt mehr verdient!!

Vielen Dank und alles Gute!



Reiterhof Schober, Auf der Au 12, 94362 Neukirchen, Tel. +49(0)9961-385, info@reiterhof-schober.de