Im Vorfeld (ca. 1 Monat vor der Anreise)
-„Guten Tag Herr Schober, hier Familie Pajonk, aus Hildesheim, wir haben die Möglichkeit bekommen Ihr Hotel und Reiterhof zu testen.“
-„Oh ja, Grüß Gott wir haben schon von Ihnen gehört und freuen uns auf Sie..."
Alles in Allem ein sehr netter Umgang (telefonisch und per E-mail). Eine Unterbringung zu unseren Gunsten wurde sogar mit HP ermöglicht. Wir ließen uns aber unsere Überraschung nicht anmerken – eventuell werden wir als „Testfamilie“ von den „Schobers anders behandelt als die „normalen“ Gäste. Es sollte sich aber schnell herausstellen, dass die Schobers grundsätzlich diese familiäre und zuvorkommende Umgangsart haben.
In dem nachfolgenden Bericht kann man schnell erkennen: „Ein Urlaub auf dem Reiterhof Schober bleibt unvergesslich“
Tag der Ankunft - 26.03.2005
Nach einer 5-stündigen Anreise wurden wir sehr nett empfangen und bezogen unsere frisch gereinigte Unterkunft, ein „2 Zimmer, Wohnküche, Bad, Balkon“- Appartement, dass im ländlichen Stil sehr schön und modern ist, bereits um 10:45 Uhr! Wir sind mit unserer Unterbringung am Haupthaus, direkt am Swimmingpool im ersten Stock, sehr zufrieden.
Erstaunlich! Trotz kompletter Ummöblierung (Verrücken der Betten und Schränke) kein Anzeichen von Staub. Nachahmen empfohlen!!!
Auf dem Prospekt scheint die Lage des Hauses „Schober“ im Grünen gelegen, was eher nicht der Fall ist. Das Gelände grenzt an die „Neukirchener“ Hauptstraße, die allerdings nicht stark befahren ist. Naturnähe ist jedoch reichlich vorhanden. In den nächsten Tagen sollte sich diese Lage als sehr zufrieden stellend erweisen, weil man überall schnell hinkommt und die Geräuschkulisse gleich null ist.
Von Frau Schober selbst wurden unsere 3 Kinder zur Stallbegehung entführt, so dass wir in Ruhe auspacken konnten. Nach einer erfrischenden Dusche konnten wir uns selbst nun ein Bild des Anwesens machen (ein leicht undichter Duschkopf geht schnell im Glanze des Restlichen unter).
Der Pferdestall ist groß, sehr sauber und mit wunderschönen Pferden, die jeweils ein Herkunftsschild an den Boxen haben. Ein, auf der Bank ruhender Bock macht als „Türsteher“ gaaaaanz großen Eindruck.
Die Kinder sind von der Nähe zum Stall (ca.150 m), Spielplatz (ca.30 m) und zum Kinderparadies (ca. 20 m im Haupthaus) begeistert.
Nach einer Zwischenmahlzeit geht es zum Speisesaal, wo die Einteilung in Reitstunden, Theorie etc. stattfindet. Der nächste Tag scheint schon jetzt viel versprechend - die ersten Reitstunden!
Das Abendessen war toll, selbst gemachte Spätzle uvm.
Im Allgemeinen ist man hier von der riesigen Stammkundschaft beeindruckt. Es spricht für sich, wenn Ferien schon ein Jahr im Voraus gebucht bzw. reserviert werden. Das junge Ehepaar Schober ist sehr freundlich und unterhaltsam.
Um 20:00 Uhr, nach dem Abendessen, gab es noch eine Theoriestunde, wobei Frau Schober uns sehr viel Wissenswertes über den Umgang mit Pferden und deren Körpersprache beibrachte. Wir sind schon
auf Morgen gespannt. Die Kinder fallen halb tot ins Bett und wir haben noch etwas Zeit um am Kaminfeuer unserer Wohnküche den Abend ausklingen zu lassen.
Zweiter Tag - 27.03.2005
Wir hatten vor auszuschlafen um nach dem Frühstück, das sogar bis 10:30 Uhr eingenommen werden kann, mit dem Traktor zum „Neukirchener Obstlehrgarten“ zu fahren, wo der Osterhase die Ostereier versteckt. Die Betten haben etwas, was einen nicht mehr loslässt (im wahrsten Sinne des Wortes), aber Gott sei dank hatten wir den Alex Schober! Er erinnerte uns an die heutige Zeitumstellung!!! Die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt. Leichte Hektik unterbrach unser Frühstück, da uns zur Planerfüllung eine Stunde fehlte und aus 09:30 Uhr schlagartig 10:30 Uhr wurde: Der Traktor wartet!!!
Nach einer - mehr oder minder erfolgreichen - Ostereinersuche freuten sich die Mädchen auf den ersten Reitunterricht und Lorenz auf die Rückfahrt im Traktorführerhaus an der Seite von Alex Schober. Beeindruckend war das Outfit des Personals im Haus „Schober“, alle trugen zum Osterfest die traditionelle Tracht.
Vor der ersten Reitstunde um 12:00 Uhr an der Longe wurden schon mal die Pferde aus den Boxen geholt, abgebürstet und gesattelt. Danach konnte es endlich losgehen. Das Lehrpersonal des Hauses „Schober“ erwies sich als sehr entgegenkommend, sogar der Umgang mit einer Fernsprechanlage (Mikroport) für Hörgeräteträger (wie unsere Tochter Virginia) war schnell erklärt und im Einsatz. Das nächste Mal geht` s um 18:00 Uhr aufs Pferd. Für die Mädchen fünf sehr lange Stunden bis sie „Moritz“ und „Sofie“ wieder reiten können.
Auch eine zum Haus „Schober“ gehörende Ranch - ca. 10 km entfernt - bietet Unterkünfte und beste Reitmöglichkeiten. Sie ist wunderschön gelegen und sehr groß und die Tiere haben hier ein größeres Kaliber (gemeint ist die Körpergröße). Dort werden eher Erwachsene Reiter/innen unterrichtet, wofür auch ein Busshuttle mit organisiert wird, die Kinder reiten meist am Haupthaus.
Auffallend ist, dass Besucher mit einem eher jungen Durchschnittsalter von ca. 16 Jahren, die größte Gruppe bilden (alles Mädchen).
Familien wie wir, scheinen z. Zt. eher eine Ausnahme zu sein. Das Personal des Hauses „Schober“ hat aber einen sehr gekonnten Umgang mit jungen Gästen, so dass davon auszugehen ist, dass Familien mit Kindern hier oft zu Gast sind.
Interessant ist auch, das Jungs im Alter von 14 – 18 Jahren ohne Elternbegleitung keine Möglichkeit bekommen, hier ihren Urlaub zu verbringen.
Die Organisation der HP-Verpflegung ist sehr gut. Am Vorabend bekommt man bereits eine Auswahlmöglichkeit zwischen meist 2-3 Menüs und mehreren Mahlzeiten für die Kinder, so dass schon im Vorfeld das Personal, die Gäste und der Küchenchef über alles in Kenntnis gesetzt sind.
Morgen ist Ostermontag und wir wollen den Tag nach dem Frühstück mit einem Kirchgang beginnen.
Dritter Tag - 28.03.2005
Erstaunlich, bis eben verlief noch alles nach Plan. Uns scheint die Sommerzeit eingeholt zu haben. Das Frühstück war mal wieder üppig. Unglaublich, dass noch Nachschlag angeboten wird.
Sehr interessant ist im Hause „Schober“ der Umgang mit Hunden. Ohne größeres „Trallala“ werden
Hunde im ganzen Haus, sogar Speisesaal, geduldet. Schon am Eingang ist die Leinenpflicht einzuhalten und gilt im ganzen Haus. Uns und andere Hundebesitzer erfreut das zwar, es ist aber auch nicht abwegig, dass so mancher „Spießer“ damit sein Problem hätte. Mit Sicherheit würde das
Personal reagieren, wenn sich jemand beschweren würde. Hierbei kann man erkennen, welch großer Teamgeist von den „Schobers“ ausgeht.
Soeben sind wir von der Kirche heimgekommen. Eine (etwa 200 Jahre alte) wunderschöne kleine Kirche, mit einem rosa-weißen Farbanstrich und mit einem üppigen und prachtvollen Altar im Inneren glänzt, der in weiß-goldenen Farben an die Barockzeit erinnert.
14:00 Uhr: die Mädels sind schon seit einer halben Stunde im Stall. Der Longierunterricht zeigt erste Früchte, danach geht es an die Reinigung des Stalls bzw. der Pferdeboxen. Alle machen es gerne. Pläne regeln, welches Appartement/Zimmer wann welche Pflichten im Stall hat. Es ist jedoch eine freiwillige Beschäftigung, keiner wird damit überfordert. Das Stallpersonal freut sich über jede helfende Hand, käme aber auch allein gut zurecht.
Oh! Hör mal da! Unser jüngster Lorenz will lieber reiten, anstatt Traktor zu fahren, somit sind alle drei vom Pferdefieber gepackt.
Heute Abend gibt es etwas Besonderes, die Kinder können das Abendessen vorziehen um im Anschluss in der Reithalle an der Veranstaltung „Spiele ohne Grenzen“ teilzunehmen. Zur gleichen Zeit haben die Eltern die einmalige Möglichkeit das „Candle-Light-Dinner“ (ein 5-Gänge-Menü) zu genießen, ohne sich um die Kinder kümmern zu müssen. Eine super Idee!
Das Dinner ein voller Erfolg. Neben Champignons im Balsam-Öl, bayerischen Jungbullenlenden in
leckerer Soße, sowie Bandnudeln mit norwegischen Silberlachs in Beerlauch, gab es Wildrahmsuppe und ein fantastisches Dessert. Die Verdauungspausen zwischen den Gängen waren wirklich von Nöten! Insgesamt zog sich das Dinner von 19:30 bis 22:30 Uhr bzw. Open End. Als krönenden Abschluss gab es einen Obstler mit dem Chef als Verdauungsstütze.
Morgen gibt es abends eine Nachtwanderung, am Tag üben die Mädchen allerdings noch kräftig für das „kleine Hufeisen“, einem Reiterabzeichen. Man selbst kann kaum dem Versuch widerstehen, selbst einen Reitversuch zu wagen. Man wird jedoch zu nichts gezwungen.
Vierter Tag - 29.03.2005
Das Pferdefieber hat uns voll erwischt, nicht nur, dass die Mädchen auch im Schlaf von Pferden reden, auch zwischen den Mahlzeiten ist der ganze Tag mit Stall, Sattel, Pferd und Reiten ausgefüllt. Heute gibt es die ersten Bahnstunden d.h. die Leine zwischen Pferd und Reitlehrer gibt es nicht mehr. Der Unterricht bekommt mehr und mehr Form. Um 14:00 Uhr kann Virginia (unsere älteste Tochter) „Gusti“ reiten, der etwa 30 cm größer ist als die Pferde, die Virginia davor ritt. Sie ist begeistert und unterbricht die Tierpflege nur ungern für eine kurze Stärkungspause. Jaqueline (unsere mittlere) guckte sogar mürrisch als wir unser Vorhaben für morgen bekannt gaben „LEGOLAND“ zu besuchen. Die Kinder wissen sofort, dass im LEGOLAND Deutschland ein ganzer Tag vergeht und das Reiten dann auf der Strecke bleibt.
Ich hätte nie gedacht, dass eine Unterbrechung des Aufenthaltes auf dem Reiterhof Schober, besonders, wenn es ums LEGOLAND geht, zum Problem werden könnte. Man hat das Gefühl, als käme man aus dem Takt. Wir würden am liebsten hier bleiben.
In der ganzen Pferde–Euphorie gab es aber auch einen kleinen Dämpfer. Der „Gusti“ (das Pferd auf dem Virginia ritt) erschreckte sich während ein Düsenjet einen Überschallknall erzeugte und warf Virginia zu Boden. Die war vielleicht sauer!!! Nach einer kurzen Anspannung beruhigten sich die Gemüter wieder und es konnte weiter gehen.
Heute Abend gibt es dann etwas ganz Besonderes - die „Nachtwanderung“ mit musikalischer Begleitung. Wir sind gespannt.
Bei der „Nachtwanderung“ ging es zwar nicht besonders weit hinaus, jedoch ziemlich steil hinauf. Nach einem halbstündigen Anstieg erreichten wir die Alm, auf der Sepp seinen Bauernhof hat. Hier wurden wir sehr gastfreundlich empfangen und konnten auf einer Höhe von ca. 729 m ein Weißbier bzw. den gefürchteten sowie geliebten „Blutwurz“ trinken. Bei dem Einen oder Anderen hinterließ dieses Getränkepaar eine sehr verblüffende Wirkung.
Der Weg hinab blieb etwas verzerrt in Erinnerung. Der uns begleitende Musiker erwies sich als Multitalent und überzeugte nicht nur durch seinen Auftritt, sondern auch durch die witzigen Trinksprüche und nicht zuletzt durch sein sehr freundliches Wesen. Diese „Nachtwanderung“ war ein voller Erfolg!
Sogar ein kleines Lammbaby konnten wir hier bestaunen. Ein von der Mutter verstoßenes Tier wird hier nicht gleich aufgegeben, sondern mit viel Liebe und Zeit großgezogen. Auf der Alm ist man der Natur einen großen Schritt näher.
Ich hatte die Befürchtung, dass unser morgiges Vorhaben „LEGOLAND“ etwas dem Zeitplan hinterher hängen könnte. Die Mischung aus Blutwurz, Weißbier und Naturlatex-Matratzen erwies sich jedoch als sehr harmonisch im Zusammenspiel.
Fünfter Tag - 30.03.2005
Das Aufstehen ist uns gelungen. Erstaunlich, dass wir schon um 08:00 Uhr beim Frühstück waren. Das Personal hat uns sogar „Lunchpakete“ gemacht, so dass wir für unterwegs etwas zu Essen hatten. Alex Schober lieh uns sogar seine privaten Rücksäcke dafür.
LEGOLAND DEUTSCHLAND liegt etwa 270 km von Neukirchen entfernt. Das Wetter wurde während der
Fahrt immer schlechter, aber bei der Ankunft war von Schlechtwetterstimmung nicht mehr die Rede - trotz Regen. Begeistert stürmten die Kinder, mit uns im Schlepptau, den Eingangsbereich des LEGOLAND DEUTSCHLAND.
Leider sollte uns das schlechte Wetter den ganzen Tag begleiten, wodurch wir uns die Freude aber nicht nehmen ließen. Super Attraktionen: LEGOLAND - CITY, die Ritterburg, die tolle BAUMEISTER BUSCH Vorstellung. Zitat: "Oh! Die mit den Postsäcken lachen auch, schön." (gemeint waren wir) Vor lauter Lachen kam man gar nicht zu Atmen, wobei ich eine der Nebenrollen übernehmen dufte, musste oder konnte. Peinlich nur, dass mich im Anschluss irgendwo im Park fremde Menschen darauf ansprachen.
Sensationell auch das MINILAND, wo Städte wie Berlin, Venedig, Florenz, Frankfurt mit Legosteinen
nachgebaut sind. Die Begeisterung schien bei den Erwachsenen größer als bei den Kindern (zumindest heute). Ab Mitte Mai soll hier sogar die Münchener „ALLIANZ ARENA“ zu bewundern sein. Die verschiedensten Fahrattraktionen waren sehr abwechslungsreich. Mich persönlich beeindruckte das „BIONICLE-POWER-BUILDING“. 5-achsige Roboter der Firma „KUKA“, wirbeln jeweils 2 Gäste durch die Luft. Das schöne dabei ist, dass man sich alles selber zuschreiben kann. Eine vorherige Geschwindigkeits- und Bewegungsauswahl ergibt am Ende den Ablauf des Programms. Toll!
Im Anschluss haben unsere Kinder sogar einen Führerschein machen können.
Dabei wurden in Theorie und Praxis die verschiedensten Situationen im Straßenverkehr geübt, wonach es einen „LEGOLAND-AUDI-FÜHRERSCHEIN“ mit eigenem Foto gab.
Das 4D – KINO, wo die vierte Dimension in Form von Schnee, Wind, Wärme oder Kälte, aus dem Nichts auf den Zuschauer einwirkte, war wirklich etwas Neues. Etwas betrübt waren wir jedoch als bekannt wurde, dass die Attraktionen schon um 17.00 Uhr!!! schließen und man im Anschluss nur noch etwas kaufen oder essen konnte. Komplettschließung war schon um 18:00 Uhr. Obwohl wir bereits ab10:40
Uhr vor Ort waren, reichte die Zeit nicht aus um sich auszutoben. Man mag gar nicht daran denken was los ist, wenn der Park zu 100% ausgelastet ist. Die Wartezeiten werden dabei bestimmt um das vierfache länger als heute. Schade.
Gut, dass die Kinder bei der Rückfahrt glücklich waren, (nicht zuletzt, weil wir einige Spielsachen gekauft haben). Die schnelle Schließung kann man nur mit der Jahreszeit erklären, sonst wären 108,- € Eintritt (für 2 Erwachsene, und 3 Kinder) etwas zu viel.
Sechster Tag - 31.03.2005
Was für ein Wetter! Die Sonne scheint uns aus den Betten. Die Mädchen stehen mit der Mama eine Stunde eher auf, um die Reitstunden um 09:00 Uhr nicht zu verpassen. Der männliche Rest konnte etwas ausschlafen. Wahnsinn wie die schon reiten, man hätte nicht gedacht, dass sie schon das Galoppieren versuchen. Heute gab es sogar die ersten kleinen Hindernisse, die man mit den Pferden meistern konnte. Um 12:00 Uhr wurde sogar das erste Mal gesprungen. Dann ging es Schlag auf Schlag: um 15:00 Uhr Theorie usw., schließlich geht es morgen um „das kleine Hufeisen“.
Gegen Abend bereiten sich die Mädchen tanztechnisch auf die morgige Disco die im Jugendraum des Haupthauses stattfindet vor. Später geht es, nach dem vorgezogenen Abendessen, auf die St. Englmarer „Sommerrodelbahn“ die über 1000 m lang ist und einen automatischen Lift hat. Ganz oben hat man eine herrliche Aussicht, aber die Zeit für Panorama-Romantik ist nur begrenzt, denn ab dem
Scheitelpunkt geht es rasant abwärts.
Die Kinder, wie auch die Erwachsenen sind gleichermaßen begeistert und wir können nur schwer ein Ende finden. Am späten Abend (das Rodelbahnpersonal blieb nur für uns länger da!!!) wurde es so richtig kühl. Die Rodelbahn erstreckt sich nämlich auf einer Bergflanke, in einer Höhe von ca. 930 m über dem MS, und hier ist die Kühle zu dieser Jahreszeit ganz normal.
Wir machen uns auf dem Rückweg.
In unserem Appartement angekommen, schnappten sich unsere Kinder die Theorieblätter und übten kräftig für das Hufeisen. Währenddessen waren wir bereits beim „Erwachsenen Stammtisch“. Bei wohl schmeckendem Augustiner Dunkel und leckeren Jungferkelbraten (in Scheiben) ließen wir den Abend ausklingen. DABEI ALLES AUF`S HAUS, so ist hier die Gastfreundschaft und das bei 20 Personen. Erstaunlich, dass sogar zufällige Gäste, wie drei Geschäftsmänner aus Italien, spontan von Alex mit in die Runden eingeladen wurden. Ein schöner Abend war das.
Hierbei verewigen sich die Kinder in einem Buch, das später als Geschenk an die Familie Schober übergeben wurde.
Siebter Tag - 01.04.2005
Die Aufregung steigt, die Kinder fiebern ihren Prüfungen entgegen und wir freuen uns, dass unsere Kinder die Woche mit einem Abzeichen abschließen können. Virginia und Jaqueline können es kaum mehr erwarten, und haben das Frühstück abgebrochen und lieber im Stall die Pferde gesattelt. Um 10:00 Uhr Reiten und um 11:00 Uhr Theorieprüfung, dann um 14:00 Uhr ein weiteres Mal aufs Pferd. Volles Programm.
Ich und meine Frau Ewa, können das Reiten auch mal kennen lernen und versuchen uns heute um 15:00 Uhr auf „Careful“ und „Cor de Ass“. Sehr groß gewachsene Pferde, tolle Tiere.
Nach dem Longierunterricht wird uns klar, „DAS WAR NICHT DAS LETZTE MAL HIER“.
Nun, langsam steigt eine leicht betrübte Stimmung, den man weiß, dass es morgen in der Früh nach Hause geht. Es ist wirklich toll hier. Man muss feststellen, dass das Reiten auf dem Reiterhof Schober das Aushängeschild ist, aber es wäre sicherlich auch ohne das Reiten ein toller Urlaub in dieser familiären Atmosphäre.
Wir machen jetzt den Abschiedsspaziergang. In einer sehr natürlichen Umgebung, bei strahlender Sonne kann man entlang vom „Bogner – Perlbach“ verschiedenste „Hinweißstationen“ durchlaufen, die am Ufer des „Perlbaches“, in jeweils 100 m Entfernung, stehen. Die sehr intakte Natur, im Gebiet des Bayerischen Waldes, ist beeindruckend.
„PERLBACH“ – die Bezeichnung ist im 15 – Jahrhundert entstanden und war eine Art Auszeichnung der Flüsse und Bäche. Unter dieser Auszeichnung wurde jeder Bach bzw. Fluss unter Schutz gestellt und bewacht. Das, nur in Perlbächen vorkommende, kristallklare Wasser ermöglicht die Population von Flussperlmuscheln, die bekanntlich für die Entstehung von Perlen verantwortlich sind. Dieben, die es wagten die Perlen zu stehlen, wurde die rechte bzw. linke Hand, als Strafe, abgetrennt.
Tag der Abreise - 02.04.2005
Wir stellen wieder einmal fest, dass uns diese Menschen etwas ans Herz gewachsen sind und hoffen es beruht auf Gegenseitigkeit.
Es war sehr empfehlenswert und uns ist klar, dass diese Qualitäten kaum mit Bärchen zu bewerten sind.
Bis zu nächsten Mal.
Familie Pajonk
Gabriel, Ewa, Virginia, Jaqueline und Lorenz sagen - AUF WIEDERSEHEN
